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Aloha, der erste Bericht von Hawaii

Sonntag 29.03.09, der Wecker geht um 4:30 Uhr GMT+1 ab und ich fliege beinahe aus dem Bett. Da ich am Vorabend bereits ziemlich aufgeregt war, da ich nicht genau wusste was da in den nächsten 10 Wochen auf mich zukommt, konnte ich kaum einschlafen. Dazu kam, dass der halben Welt in dieser Nacht noch zusätzlich eine Stunde Schlaf geraubt wurde; Zeitumstellung! Noch im Halbschlaf ziehe ich mich an. In der Küche angekommen packe ich mir mein Frühstück, torkle in die Stube und mampfe meine Flöckli in mich rein. Eine Viertelstunde später sitze ich bereits im Auto und es geht ab nach Zürich. Nach ein bisschen mehr, am Flughafen Zürich, verabschiede ich mich von meinen Eltern und verschwinde durch die Passkontrolle.
Nachdem ich der Dame von der Gepäckkontrolle versichert habe, dass meine Zahnpasta keine Bombe sei und mein Laptop dreimal gescannt wurde, durfte ich dann endlich in den Bus steigen, welcher mich zum Flieger brachte. Glücklicherweise viel der Flieger, der mich eigentlich nach Frankfurt bringen sollte aus und stattdessen verwendete die Swiss einen Jumbolino. Ich hatte angenehm Platz und genoss den ersten Kaffe des Tages. Ich wusste zwar nicht ob ich das Magenbrennen, welches sofort eintrat als der Kaffe vor mir stand vom Geruch, dem Geschmack oder vom Aussehen des Kaffes kam, aber das spielt ja eigentlich auch gar keine Rolle.

In Frankfurt verunstaltete der deutsche Zöllner zuerst mal meinen, von der US-Botschaft in Bern, so schön vorbereiteten Pass. Danach durfte ich dann durch den halben Flughafen wandern und am Gate warten bis ich endlich den Flieger besteigen durfte. Nach dem ich mich auf den Sitz geklemmt hatte, kam auch schon bald die Durchsage, dass gewisse Personen leider nicht auffindbar sind und darum zuerst das Gepäck wieder ausgeladen werden muss. Mit ca. einer halben Stunde Verspätung ging es dann los richtig San Francisco. Um 13:30 bekam ich endlich mein Mittagessen, und schon wieder brannte mein Magen. Das Pangasiusfilet an Currysauce mit Nudeln und Spinat sah zwar aus wie Katzenfutter war jedoch, gegen meine Erwartungen geniessbar.
Nach Australia und noch einem weiteren Film gab es dann Turkey. Der sich später als Poulet mit Reis entpuppte. Das war ziemlich sicher das beste Menü welches ich je in einem Flieger gegessen habe. Darauf folgten einige weitere Filme, bis ich schliesslich um 12:00 GMT-8 in San Francisco landete. Dort durfte ich zuerst einmal ca. 45 Minute anstehen, bis ein US-Homelandsecurity-Agent oder wie auch immer, mein Pass, Visum und all die zig Formulare studierte welche anscheinend nötig sind um sicher zu stellen, dass es allen Amerikanern gut geht.
Nachdem ich diese Hürde überwunden hatte ging es weiter zur Gepäckausgabe und danach direkt zur Kontrolle. Da anscheinend alle mit Studentenvisum gründlich durchsucht werden ging es auch mir an den Kragen. Wie viel Bargeld tragen sie mit sich? Wie viel in Cheques? Führen sie Esswaren mit sich? Haben sie Medikamente dabei? Sind sie sich sicher, dass ich hier keine Drogen finde? Könnte ihnen jemand etwas in ihren Koffer getan haben? Etc. Nach ca. einer halben Stunde und einem immer besser werdendem Gespräch mit dem Zöllner durfte ich dann weiter gehen.
Gepäck aufgeben, Boarding Card organisieren und warten…..
Nach gut 3-mal Invaders Must Die (das neue Album von The Prodigy), einem Kaffe und einem Tripple Shot Espresso war es bereits „Boarding Time“. Jedoch stand an dem Gate welches auf meiner Boardingcard stand kein Flieger und kein United Arline Typ in Sicht. Als ich dann an der Anzeigetafel noch einmal kontrollierte an welchem Gate ich eigentlich sein sollte, stand dort plötzlich 80 und nicht 87 wie auf meiner Boardingcard.
Also wieder 7 Gates zurück laufen, alles kein Problem, ich schlafe eh schon beinahe. Am Gate 80 fand ich dann auch den richtigen Flieger. Der Sitz war auch dieses Mal unbequem, Essen gibt’s bei der United Arline nur falls man zahlt und zu Trinken gibt es alles aber nur mit viel Eis. Nach zwei weiteren Filmen und einem weiterem Formular für irgendeine Regierungsabteilung landete ich um ca. 19 Uhr GMT-10 in Honolulu.
Nach ewigem warten bei der Gepäckausgabe wurde mir klar, dass es mein Koffer nicht bis nach Hawaii geschafft hat. Nach dem ich der Dame vom Infoschalter alles Mögliche über meinen Koffer erzählt hatte, hiess es dann noch einmal ein bisschen warten, bis dann meine Fahrerin (resp. Eine Dame der Schule) mich abholte.
Mit ihr ging es dann im rasanten Tempo und ohne Verkehrszeichen allzu grosse Beachtung zu schenken Richtung Waikiki zur Hana Student Residence. Dort wurde mir alles gezeigt was die Residence zu bieten hat, was ganze 3 Minuten dauerte und dann ging es unter die Dusche und dann sofort ins Bett.

Die Aussicht von meinem Zimmer

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Um 6:30 sollte ich dann am Montag geweckt werden, jedoch machte das benachbarte Parkhaus bereits um 6 Uhr einen Soundcheck; ich war wach und konnte nicht mehr schlafen. Also packte ich alle meine sieben Sachen zusammen und machte mich auf den Weg zur Schule; an welcher ich natürlich erstmals vorbei lief.
In der Schule, trotz Umweg pünktlich, angekommen, hiess es zuerst einmal warten. Dass war ich mich ja vom Vortag gewöhnt, also kein Problem. Danach gab es einen Einstiegstest mit allem drum und dran, der jedoch recht einfach war; trotz Müdigkeit. Dann wurde uns [5 neuen Schüler] die Schule gezeigt und alles erklärt. Darauf folgte ein Fototermin für den Studentenausweis und ein kleines Interview.
Nach weiteren 10 Minuten warten, ging es dann ab in die Klasse. Neben einer Kolumbianerin und einer Koreanerin sassen noch drei Japanerinnen im Klassenzimmer. Da alle ziemliche Probleme mit der Aussprache haben, gab es den ganzen Morgen nur Aussprachetraining, was für mich ziemlich langweilig war.
Nach der Schule kaufte ich mir auf dem Heimweg mein Mittagessen und ein paar Bier für den Kühlschrank in meinem Zimmer. Weit kam ich damit jedoch nicht, da mich der nette Herr an der Rezeption meiner Unterkunft freundlich darauf hinwies, dass dies ein „Dry-Building“ sei und ich mit dem Bier hier auf keinen Fall einfach so rein marschieren könne. Glücklicherweise waren die Damen des ABC-Stores, wo ich eingekauft hatte, sehr verständnisvoll und gaben mir mein Geld zurück.
Nach einem kleinen Nickerchen und ein paar Snacks ging ich dann ein bisschen Spazieren. Ziel war die Shopping Mall in der Nähe der Schule um mir ein Nachtessen zu kaufen. Jedoch fand ich dort nur Kleider und Schmuckläden, was zur Folge hatte, dass ich mir dann eine Tiefkühlpizza im 7eleven holte. Die schmeckt zwar wie Flugzeugfrass war jedoch etwas essbares (ich habe immer noch keinen richtigen Lebensmittelladen gefunden  ).
Wieder zurück „zu Hause“ schaltete ich zuerst mal den TV ein und gleich beim ersten Sender kam 2 Fast and 2 Furious. Ich machte den Fehler und entschied mich den Film zu schauen. Dass es kein Meisterwerk ist wusste ich, da ich ihn bereits gesehen habe, aber dass in Amerika (oder zumindest auf dem Sender usa) man mehr Zeit damit verbringt Werbung anzusehen als effektiv den Film zu schauen wusste ich nicht. Dadurch gab es dann erst um 8pm meine Pizza, welche wie schon erwähnt nicht wirklich toll war.
Nach dem Essen checkte ich über das Internet wo mein Koffer sein könnte. Und siehe da auf der Seite der UA stand mein Koffer sollte bis spätestens um 9:30pm ankommen. Also schaltete ich den TV wieder an, weil ich einfach zu müde war irgendetwas zu unternehmen.
Ich erwachte um 11pm wieder und es war mir nun ziemlich egal ob mein Koffer bereits angekommen war. Also ging ich definitiv ins Bett.
Als ich heute Morgen dann an der Rezeption nachfragte ob mein Koffer nun angekommen sei, war die Antwort natürlich wieder „No, Sorry!“. Also wieder ab in die unterdessen nicht mehr ganz sauberen Kleider und ab in die Schule.
Heute kamen weitere Schüler zu der Klasse (eine weitere Japanerin, ein Japaner und ein Schweizer). Also durften wir uns alle erneut vorstellen, und dies gleich 2 Mal. Danach gab es eine Voci-Liste und ein Textchen und dann war es auch schon wieder vorbei. 
Als ich in der Unterkunft ankam, lachte mich ein roter Koffer an; endlich!!!

1 Kommentar zu „Aloha, der erste Bericht von Hawaii“

  • jardinduvin:

    salii grimm
    heieiei, du hesch ja richtig deziit gha zum schribe. spannend und luschtig zum läse.. 🙂
    und weniger rächtschribefähler als ich erwartet ha! 😀

    vill spass wiiterhin und mach mol es 180° foti vonere heisse hawaii-chick 🙂
    ciao scheeene

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